Moin!

Das Leben besteht selten aus den großen Ereignissen. Meist sind es die kleinen Dinge dazwischen, die uns später fehlen.
Das Lachen, das plötzlich aus einem herauskommt. Eine Umarmung, die eigentlich nur kurz dauern sollte und dann doch einen Moment länger bleibt. Ein Blick, der Mehr sagt als Wörter es könnten.
Oft merken wir erst Jahre später, wie wertvoll solche Augenblicke waren. Vielleicht fotografiere ich genau deshalb. Weil aus einem ganz gewöhnlichen Tag irgendwann eine Erinnerung wird.

Hi! Ich bin Kristina.

Meine Fotos erzählen eure Geschichten. Wie etwas ausgesehen hat und vor allem erzählen, wie es sich angefühlt hat.

Meine Geschichte beginnt Ende der 1980er Jahre in Kasachstan. Erinnern kann ich mich daran nicht. Ich kam als Baby nach Deutschland und bin hier in Bremen aufgewachsen und bis heute geblieben.

Schon als Kind habe ich meinen Großeltern gerne zugehört. Sie erzählten von einem Leben, das für mich weit weg war. Von Orten, die ich nie gesehen habe. Von Menschen, die ich nie kennenlernen konnte. Dazu gab es die alten Fotos und Videoaufnahmen. Mein Opa hatte damals oft eine Kamera dabei und hielt vieles fest. Familienfeiern, Ausflüge, ganz normale Tage. Wenn ich heute durch diese Bilder schaue, sehe ich Menschen, die längst nicht mehr da sind, und eine Welt, die ich nur aus Erzählungen kenne.

Von mir selbst gibt es aus dieser Zeit fast nichts. Meine Familie hatte andere Sorgen. Die Aussiedlung nach Deutschland musste geplant werden. Nicht alle Erinnerungen konnten mitgenommen werden. Nicht alle Fotos fanden ihren Weg hierher. Aus meinen ersten Lebensjahren gibt es gerade einmal zwei Bilder.

Vielleicht beschäftigt mich Fotografie auch deshalb bis heute. Weil ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn Erinnerungen fehlen.

Wenn ich heute fotografiere, denke ich oft daran. Daran, dass aus einem gewöhnlichen Dienstag ein Moment entsteht, an den man sich Jahre später erinnert, wenn man das Foto anschaut und ihn wieder fühlen kann.

Die kleinen Arme, die sich plötzlich um euren Hals legen. Der Blick, den ihr euch zuwerft, wenn ihr denkt, niemand sieht ihn. Die Lieblingskuscheldecke, die überall mit hinmuss oder die Zahnlücke, über die gerade noch jeden Tag gelacht wird.

Heute sind es Kleinigkeiten. Irgendwann sind es Erinnerungen.

Genau deshalb fotografiere ich. Auch eure Geschichten verdienen es, bewahrt zu werden.

Die Fotografie ist nicht mein Hauptberuf. Sie hat dafür ihren festen Platz als Nebengewerbe. Und genau das mag ich. Ich darf meiner Leidenschaft nachgehen und muss ich nicht von Termin zu Termin hetzen und möglichst viele Shootings in eine Woche packen. Ich kann mir die Zeit nehmen, die es braucht.

Und diese Ruhe passt einfach zu mir. Ich bin ein Morgenmensch. Während viele noch schlafen, sitze ich oft schon mit einem Hafermilch-Cappuccino am Frühstückstisch und genieße die Ruhe, bevor der Tag beginnt. Ich mag es, Dinge entspannt anzugehen. Ohne Hektik. Ohne ständig auf die Uhr zu schauen.

Genau so sollen sich auch unsere gemeinsamen Stunden anfühlen. Ohne Druck. Ohne starre Posen. Mit Zeit für das, was euch ausmacht. Damit Bilder entstehen, die ihr auch in vielen Jahren noch gerne anschaut.

Vielleicht erstelle ich auch deshalb jedes Jahr ein Fotobuch für mich selbst. Mit Bildern von Geburtstagen, Reisen, Familienzeit und den kleinen Dingen dazwischen. Wenn ich darin blättere, erinnere ich mich oft an Augenblicke, die ich sonst längst vergessen hätte.

es sind immer die kleinen Dinge

so bin ich
erzählt mir von euch

  • Ich trinke Tee, aber vergesse ihn meistens.
  • Ich liebe leere Felder und verwuschelte Kinderhaare.
  • Mein Handy ist voller Kinderbilder – und ungeputzter Fenster.
  • Ich bin gern barfuß. Auch im Spätherbst.
  • Wenn’s irgendwo nach Apfelkuchen riecht, muss ich stehen bleiben.

Was ihr von mir bekommt

Erinnerungen, die weiterleben.

Ihr bekommt Zeit und Raum für euch. Eine entspannte Atmosphäre, in der nichts erzwungen werden muss und ihr einfach ihr selbst sein könnt. Ich beobachte die kleinen Dinge, die im Alltag oft untergehen: eine Hand, die Halt gibt. Ein Blick, der mehr sagt als Worte. Das Lachen, das entsteht, wenn niemand damit gerechnet hat.

Meine Fotografie lebt von diesen leisen Momenten. Von dem, was zwischen den großen Augenblicken passiert und später oft das Wertvollste wird. Denn manchmal ist es genau ein Bild, das uns Jahre später zurückbringt. Zu einem Menschen. Zu einem Gefühl. Zu einem Moment, der einmal ganz selbstverständlich war.

Ein Bild kann uns zurückbringen zu einem Gefühl, zu einem Menschen oder zu einem Moment, den wir längst vergessen geglaubt haben.

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